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FuriosoDer Name dieser Rasse basiert auf dem engl. Vollblüter FURIOSO, der 1836 in Ungarn im Gestüt des Grafen Károly geboren wurde. Über das südmährische Gestüt Eisgrub der Familie Liechtenstein gelangte er schließlich in das Militärgestüt Mezöhegyes, wo er in zehnjähriger Tätigkeit ca. 180 später in der Zucht verwendete Nachkommen brachte.
Furiosos sind Vertreter des schweren engl. Halbblutes. Vor allem in der österreichischen Reichshälfte kamen immer wieder Vollblüter in diese Zuchtpopulation, die Adel, Härte und Ausdauer brachten. Die einflußreichsten Vertreter dabei waren die Hengste NORTH STAR, geb. 1844 und 1852 von General Ritter für Kisber importiert und später PRZEDSWIT, geb. 1872 im Gestüt des Grafen Tarnofsky in Galizien, Derbysieger in Wien 1875. Während NORTH STAR vorrangig in der ungarischen Reichshälfte wirkte (6 Jahre in Mezöhegyes), finden sich die Spuren von PRZEDSWIT vor allem auf der österreichischen Seite, wo er 1876/77 in Piber, dann 11 Jahre als Landbeschäler in Nieder-und Oberösterreich und in Böhmen wirkte.Sein Sohn PRZEDSWIT I stand von 1886-1897 in Radautz als Pepinierhengst. Schon bald aber waren die Hengste FURIOSO, NORTH-STAR und PRZEDSWIT die untrennbare gemeinsame genetische Basis dieser Rasse. Ob seiner Vielseitigkeit, die besonders in der Armee sehr geschätzt wurde, fand der Furioso bald seinen Platz in den meisten großen Gestüten der Monarchie.So bildete sich z.B. auch im Böhmischen Hofgestüt in Kladrub eine bedeutende Population dieser "Braunen", die vom Ursprung her auf einer Stutenbasis von den Schlägen Clevland und Furioso-Northstar basierte. Piber bekam 1919 zum aus Wieselburg überstellte Bestand, in dem auch Nonius-Blut vorhanden war, 33 Stuten und einen Pepinierhengst aus Radautz. Aber auch in den jungen Balkanländern blieb der Furioso verankert. Gestüte in späteren Yugoslavien (Lubicevo, Karadjordjewo), Bulgarien (Kabijuk) und Rumänien (Bontida) verfügten über gutes Zuchtmaterial. Eine spezielle Zuchtgruppe ist noch heute in Deutschland zu finden: die Nachfahren des Furioso-Gestütes Sárvár in Ungarn von SKH Prinz Ludwig von Bayern. Die Herde dieser in Deutschland als Spezialrasse geführten "Sarvarer" findet man heute oft als Leutstetten bezeichnet, im Privatbesitz deutscher Idealisten. In Österreich wurde die letzte Zuchtgruppe 1983/84 von Piber anläßlich der "vorvorletzten Umstrukturierung" des Gestütes in alle Winde zerstreut. Als letzte bedeutende Heimstätte der Rasse können wir heute eigentlich nur mehr das slowakische Gestüt MOTESICE, ca. 100 km nordöstlich von Bratislava, nennen. Hier versucht man, alte Blutlinien wieder aufzustöbern und den Furioso wirklich wie altes Kulturgut zum Leben zu erwecken. Zuletzt bei einer Gala in SchloßHof konnte man die Vielseitigkeit dieser Rasse direkt erleben. In Ungarn (Hodmezövazarhely) wurde der Furiosobestand immer wieder von deutschen Sportpferderassen beeinflußt. In Österreich können wir Herrn Mag. Sven Budik per Adresse Vet. Uni Wien als Spezialisten für den Furioso nennen, in Ungarn gilt Hr. Prof. Dr. Imre Bodó als Mentor der Rasse und in der Slowakei können wir Sie mit Hrn. Doz. Dr. S. Magál zusammenbringen, der in Motesice ein echtes Furiosogestüt revitalisiert. Auch im traditionellen "Furioso-Land" Rumänien werden immer mehr Aktivitäten um diese Rasse gefunden. So gibt es auch eine private Züchtervereinigung "Asociatie Furioso North Star" in der Umgebung von Klausenburg und im Staatsgestüt Slatina leben nach unseren Informationen ca. 140 reine Furiosos. Gerne vermitteln wir auf Anfrage die genauen Anschriften. An Fachartikel (gegen geringen Kostenbeitrag) können wir u.a.anbieten: "Das englische Halbblutpferd in den Donauländern", Madroff 1935, "Gestüt Sárvár", eine Gestütsstudie M.Picht 1912
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