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GidranDie Vorstellung der GIDRANS überlassen wir vorerst direkt unserem Hans BRABENETZ, der mit ganz besonderer Liebe an dieser Rasse hängt. Hier sein kurzes Rasseporträt:
Die anglo-arabische Gidranrasse bildet eine besondere Perle in der bunten österr.- ungarischen Pferdewelt. Ihre Anfänge führen auf den im Jahre 1816 importierten Originalaraberhengst SIGLAVI GIDRAN zurück. Sie entwickelte sich vor allem in Radautz und Mezöhegyes und nach 1918 auch in den Nachfolgestaaten. Dort hauptsächlich in Wieselburg, Piber, Kladrub sowie im nunmehr rumänischen Radautz, Rusetu und Tulucesti. Eine bedeutende Rolle spielte dann auch Bulgarien und die Ukraine sowie Polen mit dem Gidrangestüt des Fürsten Sanguszko. Zentrum der Zucht blieb bis in die Fünfzigerjahre jedoch Mezöhegyes und in der Folge Sütveny und Marocpuszta. In Ungarn wurde schon sehr früh begonnen, engl. Vollblut einzusetzen. Dem Gidran öfters nachgesagte Schwierigkeiten im Temperament sind sicher auf diese über Rennleistung selektierten Hengste zurückzuführen. Einen positiven Einfluß konnten später die arabischen Hengste Gazal II, Mersuch III, ein Vertreter des Siglavystammes sowie die Hengste der Kisberer-Rasse Maxim V und Maxim VIII ausüben. Die Stammfarbe der Rasse ist Fuchs. Gidrans sind in der Regel trocken und knochenstark. Ihr Äußeres verrät, daß ihnen der Sattel stets näher stand als der Wagen. Die Bewegungen sind leicht und ohne Aufwand, federnd und meist etwas hoch bei ausgezeichnetem Raumgriff. Die Rasse ist extrem spätreif aber eben langlebig und zeichnet sich durch hohe Ausdauer und Härte aus. Intelligenz, gepaart mit Rittigkeit, Gutmütigkeit und Anspruchslosigkeit sind weiter ansprechende Merkmale. Schon in der alten Doppelmonarchie waren die Gidrans als klassische Anglo-Araber wegen dieser Eigenschaften sehr beliebt, vor allem als Vielseitigkeits- und Springpferde. Eine sehr große Rolle spielten sie auch im Militärdienst. Die ehemalige berittene Polizei in Wien verwendete mit Vorliebe Gidrans. In Österreich wurde die staatliche Gidranzucht 1932 eingestellt, in der Landeszucht von Grafenstein (Kärnten) und dem Burgenland jedoch weiter stark gefördert. Bedeutende Zuchtstätten in Ungarn sind derzeit Marocpuszta, untersteht der Reitakademie Kaposvar bzw. derzeit dem Staatsgestüt Szilvaszvarad, Gyürüs im Komitat Zala und Csapopuszta, im Komitat Tolna, letzteres in österreichischem Besitz. ![]() Sicherlich gibt es über die Gidrans noch sehr viel zu erzählen. Eine Literaturliste dazu folgt demnächst. Grundsätzlich ist aber festzuhalten, daß der Gidran in die Hand eines erfahrenen Reiters gehört. Seine Stärken spielte er vor allem dann aus, wenn eine gründliche Reiterausbildung, wie sie eben früher bei der Armee oder der Polizei gegeben war, vorhanden war. 26.10.2006-Gk
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