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Kisber![]() Das 1853 gegründete, ab 1869 als königlich-ungarisches Staatsgestüt geführte Kisber basierte auf einer Angloaraberherde aus Piber sowie auf aus England importierten Vollblütern. Dem vorrangigen Ziel, leistungsstarke Halbblüter zu produzieren, entstammt auch der Rassebegriff "Kisberer", der noch heute, wenn auch oft nur mehr als Synonym, für hoch im Blut stehende ungarische Pferde genutzt wird.
Berühmt wurde Kisber aber vor allem durch die Zucht des Englischen Vollblutes. Als Mittelpunkt der Vollblutzucht der Donaumonarchie standen hier die berühmtesten Deckhengste ihrer Epoche. Der Mentor des Gestütes, Generalmajor v. Ritter, galt als exzellenter Fachmann, was er sowohl durch Importe als auch durch den wohldurchdachten Gestütsaufbau und die Organisation bewies. Hengste wie "Buccaneer" und "Kisber", sein 1873 geborener Sohn, der als Jährling von den Brüdern Baltazzi gekauft und nach England zum Training überstellt wurde, sind noch heute in Kreisen des Vollblutsportes absolute Begriffe. "Kisber", der 1876 als erster und einziger österreichischer Sieger im berühmtesten Derby der Welt, im englischen Epsom, siegreich blieb, ist bis dato in den Pedigrees von mehr als 750 Vollblütern auf der ganzen Welt zu finden. Heute ist von dieser berühmten Zuchststätte nur mehr sehr wenig zu sehen. Die Stadt Kisber, von der Autobahn Wien-Budapest leicht erreichbar, zeigt nur in einem kleinen, sehr liebevoll geführten Heimatmuseum Erinnerungsstücke an diese große Zeit, u.a. das Skelett "Buccaneers". Das Museum befindet sich unmittelbar neben dem heutigen Krankenhaus, das die Verwaltungsgebäude und die Reithalle der alten Gestütsanlage nutzt.
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