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Radautz![]() Im östlichen Kronland der alten Doppelmonarchie, in der Bukowina gelegen, wurde das Gestüt Radautz 1792 als Landesgestüt und Remontierungsdepartement gegründet, nachdem es bereits ab 1774 als Cavallarsches Remontenankaufs- und Aufzuchtskommando eingerichtet wurde. Wie der Bezeichnung zu entnehmen ist, erfolgte die Gründung aus rein militärischen Motiven, zahlreiche Kriege hatten der Pferdezucht riesige Schäden beigebracht, die Remontierung für die Armee wurde immer schwieriger.
Aufgabe für das Gestüt war es, die Landeszucht mit qualitätsvollen Deckhengsten zu versorgen. Auf einem gewaltigen Areal von 9.810 ha, einem Wald-Weidegebiet zwischen 300 und 1.590 Meter Seehöhe in der Huzulei gelegen, entstand in den Folgejahren eines der größten Gestüte Europas. Die Stutenbasis bekannter Herkunft beruhte vorrangig auf orientalischem Blut der Moldavierinnen, später kamen auch schwerere englische Halbblutstuten nach Radautz. In seiner jahrhundertelangen Geschichte formte Radautz die bedeutendsten Linien der heutigen Shagya-Araber, der Gidranpopulation, der Furioso-Przedswit-Rasse, beherbergte Lipizzaner, Noniuse und wurde auch Zentrum der Huzulenpferde. ![]() Radautz, im heutigen Rumänien in der Nähe der Stadt Suczawa gelegen, wurde im Standardwerk von Hans Brabenetz: "Das k.k. Staatsgestüt Radautz und seine Pferde", Verlag ISG 1987, verewigt. Das Werk ist für ¤ 49,00 plus Porto auch über unsere Gesellschaft erhältlich.
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