@2017 Dokumentationszentrum für altösterreichische Pferderassen
Gutshofstraße 23, 2291 Schönfeld

Lipizzaner

Auf spanische Importe des 16. Jahrhunderts nach Lipizza zurückgehend. Als Begründer der heutigen Stämme gelten: Pluto, geb. 1765, ein Däne; Conversano, geb. 1767, aus Italien; Maestoso, geb. 1773, aus Kladrub; Favory, geb. 1779, ein Kladruber; Neapolitano, geb. 1790, ein Original-Italiener; Siglavy, geb. 1810, 1816 importiert, ein Araber. Neben den Hengststämmen gibt es auch Stutenfamilien, die auf die sogenannten Stammstuten zurückgehen. Lipizzaner gab es in vielen Privatgestüten der östlichen Monarchie, vor allem in Ungarn, Kroatien und Slawonien. Auch in der Landespferdezucht wurden Lipizzaner eingesetzt, die sich als hervorragende leichte Wirtschaftspferde bewährten – und es in Rumänien, Kroatien und Ungarn noch heute tun. Kaiser Franz-Joseph liebte seine Lipizzaner und verfügte, dass seine persönlichen Gespanne ausschließlich mit ihnen zusammengestellt werden sollten. Die Pferde stehen im barocken Typ und sind bei rund 155 cm mittelgroß, dabei kräftig und robust; oft Schimmel, selten auch Braune.