@2017 Dokumentationszentrum für altösterreichische Pferderassen
Gutshofstraße 23, 2291 Schönfeld

Mezöhegyes

In Südost-Ungarn entstand das größte und wichtigste der ungarischen Staatsgestüte, Mezöhegyes, als Resultat der Pferdeknappheit unter Maria Theresia. Kaiser Josef II. erließ 1784 auf Ratschlag des führenden Experten, Rittmeister József von Czekonics, den entsprechenden Befehl. Man umgab eine Parzelle von 19.000 Hektar mit Graben und Baumreihe und errichtete eine herrliche Anlage, die 1785 eröffnet wurde. Später kamen die beiden Spitzenhengste Nonius Senior und Gidran ins Gestüt und begründeten dessen züchterischen Aufschwung. Ihnen folgten 1841 die Vollblüter Furioso und 1852 North Star, welche ebenfalls Gestütsrassen begründen konnten. Die ungarische Revolution von 1848 wütete auch in Mezöhegyes, danach begann die geordnete Reinzucht der Stämme. 1869 wurde Mezöhegyes, wie alle ungarischen Gestüte, an Ungarn übergeben und der Bestand erneut bereinigt. Zurück blieben die Gestütsrassen Gidran, englisches Halbblut und Nonius. Die Furioso- und Gidranstämme wurden mit großem Erfolg auf das Staatsgestüt Radautz erweitert. Heute Sportpferde- und Noniuszucht.