@2017 Dokumentationszentrum für altösterreichische Pferderassen
Gutshofstraße 23, 2291 Schönfeld

Piber

Ein kleiner Ort bei Köflach, etwa 30 km westlich der Landeshauptstadt Graz. Um 1700 wurde der italienische Architekt Domenico Sciassia mit dem Bau eines Renaissance-Schlosses als Bischofsresidenz beauftragt. Diese entsprach nicht den Vorstellungen des Reformkaisers Josef II., der sie 1786 auflösen ließ und dem Religionsfonds unterstellte. Nach seinem Tod wurde Piber zum Militärgestüt; 1858 wurde es Staatsgestüt und lieferte fortan Lipizzaner vom Wirtschaftstyp für die Landeszucht. Als 1867 aus dem Kaiserreich Österreich die österreichisch-ungarische Doppelmonarchie wurde, kam Piber 1869 unter Zivilverwaltung. Ab 1918 bekanntes Zentrum der österreichischen Lipizzanerzucht und wichtiger Tourismusbetrieb, welcher die Spanische Reitschule mit Hengsten versorgt.